Brennt Lagerhalle (Großbrand)

Veröffentlicht von Kevin Sehring am

Datum: 11. Juni 2022 um 17:21
Alarmierungsart: Meldeempfänger
Dauer: 11 Stunden 39 Minuten
Einsatzart: F 3 Y 
Einsatzort: Darmstädter Str., Sprendlingen
Mannschaftsstärke: 230 Einsatzkräfte
Fahrzeuge: HLF 16, StLf 20/25, TLF 20/40, DLK 23/12, GW/L, KdoW 1, KdoW 2, MTF, PKW, KLF
Weitere Kräfte: Bürgermeister, DRK Betreuungszug, DRK OV Dreieich, DRK OV Heusenstamm, Feuerwehr Buchschlag, Feuerwehr Dietzenbach, Feuerwehr Dreieichenhain, Feuerwehr Egelsbach, Feuerwehr Götzenhain, Feuerwehr Langen, Feuerwehr Neu-Isenburg, Feuerwehr Ober-Roden, Feuerwehr Offenthal, Feuerwehr Rodgau, Kreisbrandinspektor, Polizei, Rettungsdienst


Einsatzbericht:

Infolge mehrerer Meldungen über eine brennende Lagerhalle in voller Ausdehnung wurden am Samstag, dem 11.06.2022 gegen 17:20 Uhr alle Feuerwehren aus dem Westkreis des Kreises Offenbach zu einem Großbrand (F 3) in die Darmstädter Straße nach Dreieich-Sprendlingen alarmiert.

Schon auf der Anfahrt konnte die starke Rauchentwicklung über der Stadt Dreieich deutlich wahrgenommen werden. Nach der ersten Erkundung stellte sich schnell heraus, dass sowohl der Anbau als auch die Lagerhalle des Objektes im Vollbrand standen, sodass die primäre Aufgabe der ersten eingetroffenen Kräfte war, mit einer Riegelstellung die angrenzenden Wohnhäuser vor dem Übergreifen der Flammen zu schützen. So konnten schließlich die Wohnhäuser erfolgreich erhalten werden.

Riegelstellung zum Schutz des Wohnhauses

Erst im weiteren Verlauf des Einsatzgeschehens und nachdem Eintreffen weiterer Kräfte aus den Stadtteilfeuerwehren der Stadt Dreieich, sowie Langen und Neu-Isenburg, wurde zusätzlich noch die Brandbekämpfung von mehreren Seiten aus eingeleitet. Hierzu wurde auch die Drehleiter der Feuerwehr Sprendlingen, der Feuerwehr Neu-Isenburg und Feuerwehr Langen eingesetzt.

Einsatz der Drehleiter aus Neu-Isenburg

Vorerst war unklar, ob sich noch vermisste Personen in dem Wohnhaus oder dem von dem Brand betroffenem Bereich befanden, daher wurde gegen 17:28 Uhr eine Alarmstichworterhöhung auf F 3 Y (Ausgedehnter Brand in Sondergebäuden mit Menschenleben in Gefahr) durchgeführt. Jedoch konnte kurz darauf festgestellt werden, dass keine Personen mehr vermisst werden.

Des Weiteren wurde durch die Einsatzleitung auch eine Warnung an die Bevölkerung abgesandt, da eine wahrnehmbare Geruchsbelästigung entstanden ist. Anwohner waren gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Einige Anwohner mussten zudem vorübergehend Ihre Liegenschaft oder Wohnung verlassen.

Als ein Großteil der Flammen abgelöscht worden ist, wurde im weiteren Verlauf ein Bagger einer ortsansässigen Entsorgungsfirma eingesetzt, um die Überreste des Brandobjektes auseinander zu ziehen und weitere Glutnester abzulöschen.

Damit die eingesetzten Atemschutztrupps schließlich ihre Ausrüstung und Einsatzkleidung kontaminationsfrei abgelegen konnten, wurde auch der Gerätewagen-Logistik als Hygienekomponente eingesetzt.

Bei dem Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst waren in etwa 230 Einsatzkräfte an dem Einsatz beteiligt. Die Verpflegung der Einsatzkräfte wurde von mehreren DRK-Ortsvereinen übernommen. Um den Brandschutz in der Stadt Dreieich weiterhin zu gewährleisten, übernahm die Feuerwehr Rodgau während der gesamten Löscharbeiten den Grundschutz für die Stadt Dreieich. Der Löschzug der Feuerwehr Rodgau wurde im Feuerwehrhaus Sprendlingen stationiert.

Die Lösch- und Aufräumarbeiten zogen sich noch bis spät in Nacht. Zudem wurde von der Feuerwehr Dreieich-Sprendlingen noch eine Brandwache bis 05:00 Uhr gestellt, um letzte Glutnester und eine erneute Entflammung zu verhindern. Die Darmstädter Straße war am Tag des Brandes bis ca. 23:15 Uhr voll gesperrt.

Die Brandursachenermittlung werden Ermittler der Polizei Südosthessen übernehmen. Zum jetzigen Zeitpunkt liegen noch keine Informationen zur Brandursache und zur Schadenshöhe vor.

Die Bilder wurden uns von 5vision.media bereitgestellt.